Die Swan 48 ELAN von Harald Baum gewann im Hamburger Rathaus den 2. German Offshore Award ganz knapp vor BELUGA RACER von Boris Herrmann, EARLY BIRD von Christian Nagel und Y3K von Claus-Peter Offen. Ebenfalls unter den Nominierten Top 10 waren die TRIVIA von Wilfried Beeck, die NV HAMBURG des Hamburgischen Verein Seefahrt, die GUNVOR XL von Karsten Witt sowie die MINNIC mit Skipper Jörn Bock. Ganz vorne verfehlten in diesem Jahr nur um wenige Punkte die PLATOON von Harm Müller-Spreer sowie die GUT’S N GLORY mit Christopher Wuttke den begehrten Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg.

Bevor die nominierten Yachten mit ihren Erfolgen durch segelberühmte Laudatoren wie Achim Griese oder „Schmiddel“ vorgestellt wurden und Uwe Bullwinkel vom Germanischen Lloyd den Jugendpreis verleihen konnte, zeigten die Filmemacher Juliane Zerbst und Leo Agthe zusammen mit Markus Stockhausen (Trompete, Elektronik) und Vladylav Sendecki (Keyboards) ein kleines Kunstwerk.

Eine Synthese aus Sport und Kultur in Form eines hervorragend geschnittenen Films mit live interpretierender Avantgarde-Trompete samt Synthesizer. Eine Revue der Segel-Saison 2008, mit freundlicher Unterstützung der hanseboot. Nicht nur Staatsrat Dr. Jäger (Behörde für Kultur und Sport) war sichtlich beeindruckt. Hamburg als Sportstadt mit dem betonten Akzent des Regatta-Segelns - das war das gemeinsame Credo dieses Abends.

 

Viele der knapp 350 Gäste staunten allerdings bei dem festlichen Essen im Kaisersaal nicht schlecht, als der Staatsrat den roten Umschlag öffnete und den überraschten Sieger verkündete. Wie konnte eine über 35 Jahre alte Swan-Yacht die HighTech Schiffe der anderen Nominierten schlagen, wie konnte eine Regatta Rund Skagen scheinbar besser bewertet werden als ein Transatlantik Solo Race?

 

Das Geheimnis liegt in der Stiftungsurkunde, in der genau festgelegt ist, wie die 7 köpfige Jury des Hamburger Segler Verbandes unter Beratung des Meteorologen Dr. Meeno Schrader zu ihrem Ergebnis kommen musste. Neben der allgemeinen Gewichtung der Regatta mit den Aspekten: Qualität der Konkurrenz, taktische/ navigatorische Anforderungen sowie die Wettersituation geht besonders die Anzahl der gestarteten Yachten im Verhältnis zur Platzierung des Nominierten in die nüchterne Bewertungs-Formel ein.

Abgesehen davon, dass Daniel und Harald Baum in dem Leichtwind- Rennen 2008 mit dem schweren Schiff taktisch extrem clever gesegelt hatten, war ihr Sieg über 66 Yachten kaum von den Schiffen anderer Wettfahrten mit nur 12 oder 22 Konkurrenten zu toppen. Auch, obwohl etwa das Transatlantik Rennen oder der Rolex Swan 45 Gold Cup von der Jury deutlich höher bewertet wurden. Das Ergebnis war somit entsprechend der Stiftungsurkunde absolut korrekt und wohlverdient. Jedoch kamen die Jury, die Stadt Hamburg und die German Offshore Owners Association in der letzten Sitzung zu der Übereinstimmung, das Gewicht der hohen Starterzahl in der Bewertungsformel künftig etwas abzumildern, um die sportliche Qualität der Regatten selbst noch mehr berücksichtigen zu können.

-VA

Fotos vom Award 2009 finden Sie hier, die Nominierten Yachten hier und ein Film hier.

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