Transatlantik 2011: Shakti Boardnachricht Nr. 03

Moin! Holt am besten schon mal die Nebelhörner raus! Dichter Nebel seit gestern Abend, in der letzten Nacht fast überhaupt keine Sicht, dazu eine ekelhaft nasse Kälte, bäh! Immerhin fährt das Boot aber wieder, denn mit dem Nebel kam der Wind. Nach fast 12 Stunden im Öl eine große Erleichterung, verbrachten wir den Großteil des gestrigen Tages doch ungefähr so: Leetrimm, Gennaker versuchen zum Stehen zu bringen, Ausschau halten nach Windfeldern, Windfeld entdecken, hinkommen, losfahren, aufatmen, ins nächste Flautenloch fahren, einbremsen, und nochmal das Ganze.

Zwischendurch geht der Gennaker zum Schutz vor dem willenlos umherschlagenden Rig ganz weg, ohne nennenswerte Strömung an Kiel und Ruder trieb Shakti samt Crew durch die bleiernen Wogen des Nordatlantiks.

Zeit für ein Bad! Augen weit auf, die Zehen auf dem Heckspiegel, Abstoßen, Augen zu und rein ins cobalt-blaue Wasser! Eine willkommene Abkühlung von der stechenden Mittagssonne.

Zum Abendessen, welches beide Wachen gemeinsam verbrachten, dann einen Opfer-Schluck für Rasmus und Herbert: "Meine Herren, so geht das doch nicht weiter, schickt uns bitte etwas Wind."

Wie gesagt, kurze Zeit später kam der Nebel und mit ihm endlich die erhoffte Brise. Ganze Arbeit, meine Herren. Wir können inzwischen wieder Kurs "Point-Alpha" fahren, zwar ist der Nebel noch immer sehr dicht, aber alles ist besser als dieses willenlose Rumgedümpel von gestern!

Bis "Point-Alpha" sind es noch ca. 290 Seemeilen. Tut uns den Gefallen und kippt zu Hause 'nen ordentlichen Schluck Rum für uns ins Meer, man weiß ja nie!

Bis später,

Bendix

(bx)

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