Transatlantik 2011: Shakti Boardnachricht Nr. 04

Das wichtigste zuerst: Point Alpha ist gerundet. Vor ca. einer knappen Stunde haben wir in relativ dickem Nebel (man gewöhnt sich dran...) den imaginären Wegpunkt an Bb. passiert und sind abgefallen gen Norden. Varuna liegt ca. 6 Sm voraus, über den Tag konnten wir den Jungs ein paar Meilen abnehmen, hatten wir uns zum einen günstig für den Dreher positioniert, und zum anderen mit dem neuen Code Zero das ideale Segel. Höhepunkte des gestrigen Tages, um dies kurz vorweg zu nehmen, waren einige Besuche von Delfin-Schulen am Schiff. Vor allem bei Nacht, wenn das Meer leuchtet und die schnellen Säuger eine helle Leuchtspur durch die See nach sich ziehen, ein tolles Schauspiel. Der heutige Tag war, vllt. habt ihr es am Tracker schon sehen können, vor allem durch möglichst schnelles gradeaus fahren geprägt.

Um so ärgerlicher dann der Fuck-Up, der uns kurz vor Point-Alpha heimsuchte: Bei einem Wechsel von Code Zero auf Jibtop geriet die Luvschot beim Aufrollen des Segels zwischen die Lieken, alsbald ging gar nichts mehr, fuck! Also das halb aufgerollte Segel bergen und per Hand packen. Die gesamte Crew hat diese in 15 Knoten Wind für Mensch und Material nicht ungefährliche Situation gut gemeistert, dennoch ein kurzer Schreckensmoment für alle.

Inzwischen ist wie gesagt Point Alpha gerundet, ein Bier und ein Schluck Rum gemeinsam auf der Hohen Kante verzehrt, der Code Zero steht wieder, alles prima. Bis Point Lizard sind es nun noch genau 1800 Seemeilen, für Mittwoch sehen wir wahrscheinlich das erste mal etwas mehr Druck, was unsere Reise grob beschleunigen sollte. Bis dahin heißt es weiterhin: Gas geben, konzentriert segeln und den Spaß nicht vergessen, bisher klapt das alles aber sehr sehr gut!

Ich melde mich ab zur Freiwache,

für die Shakti-Crew,

Bendix

(bx)

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