Jörg Riechers gewinnt German Offshore Award 2013 zum zweiten Mal

Im würdigen Rahmen des großen Festsaales des Hamburger Rathauses hat sich die Verleihung des German Offshore Award 2013 (GOA) für die beste deutsche Hochseeyacht in einer internationalen Regatta der letzten Saison inzwischen etabliert. Viel Seglerprominenz, zum Teil extra aus dem Ausland angreist, hatte sich am 8. Februar eingefunden, um dem Senatsempfang beizuwohnen. Es war bereits die sechste Veranstaltung der 2007 in Hamburg gegründeten German Offshore Owners Association (GER-OO) unter Vorsitz von Volker Andreae (NRV), die mittlerweile 86 Eigner/Yachten zählt.

Eine Jury unter der Leitung von Harald Harmstorf, Vorsitzender des Hamburger Segler-Verbandes, und Vertretern des Senats sowie der traditionell mit dem Hochseesegelsport befassten Vereine Blankeneser Segel-Club (Dieter Tetzen), Hamburger Segel-Club (Manfred Böttcher), Norddeutscher Regattaverein (Felix Scheder-Bieschin) und der SVAOe (Andreas Völker) hatte die Ergebnisse von 18 internationalen Hochseeregatten im Atlantik, Mittelmeer, Nord- und Ostsee bewertet und entschieden, wer die drei Sonderpreise bekommt und den Hauptpreis gewinnt.

Derartig eingestimmt schritt Messechef Bernd Aufderheide zur Tat und vergab anschließend den Hanseboot-Preis an die „Haspa Hamburg“ mit Skipper Arne Moritz vom Hamburgischen Verein Seefahrt. Das Schiff der Gruppe Störtebeker befindet sich zur Zeit auf einer Ausbildungsfahrt Atlantik Rund in der Karibik. Den Sonderpreis Baltic Circuit Award 2012 gewann Skipper Per Weiskvist mit seiner Visione 3.1 vom Kerteminde Sejl Club in Dänemark.

Den SGS-Jugendpreis erhielt die „RubiX“ (X-332) mit Skipper Max Gurgel/J. Müller vom Hamburger Segel-Club für ihre gleichmäßige Leistung in der Saison. Neben dem Gewinn der IDM Offshore bei der Nordseewoche vor Helgoland und der IDM Inshore vor Kiel gewann sie in ihrer Klasse unter anderem das MAIOR vor Kiel, das Welcome Race Kieler Woche, den Senatspreis der Stadt Kiel, die Travemünder Woche und belegte den jeweils 3. Platz beim Blue Ribbon Cup (Kiel-Kopenhagen-Kiel) und der Flensburger Herbst Woche.

Zum Höhepunkt des Abends trat Staatsrat Karl Schwinke ans Pult und rief die „Mare“ mit Skipper Jörg Riechers als Gewinnerin des German Offshore Awards aus. Damit hat Deutschlands zur Zeit bester Hochseesegler zum zweiten Mal die begehrte Trophäe gewonnen.

Die „Mare“ (Class 40) hatte 2012 am Transatlantikrennen vom kanadischen Quebec nach St. Malo in Frankreich über 3200 sm teilgenommen. Nachdem der Spinnaker und der Bugspriet nacheinander gebrochen waren, fiel sie auf den 9. Platz zurück, kämpfte sich jedoch wieder nach vorn. Es war ein hartes Rennen. Nur hauchdünne 13 sm trennte die „Mare“ von der Siegeryacht im Ziel vor der französischen Küste.

Strahlend nahm Riechers den vom Senat gestifteten Wanderpreis entgegen und erklärte, dass er in vier Jahren mit seiner „Mare“ als erster deutscher Skipper am Vedée Globe, der härtesten Regatta der Welt, teilnehmen will. Möglich macht es das Mare Racing Team mit seinem Sponsor Nikolaus Gelpke vom Mare-Verlag, das eigens dafür ein neues Boot gekauft hat. Damit will Jörg Riechers in weit weniger als 80 Tagen um die Welt segeln.

Text: Caroline-M. Wierig

Weitere Nominierte:
  • „Tramontane“ (Dr. Jens Kohfahl) Pantaenius Rund Skagen
  • „Patent3″ (Jürgen Klinghardt) ORC-Vizeweltmeister Amateure
  • „Speedy“ (Hans-Jürgen Riegel) 2. Platz beim Rolex Middle Sea Race
  • „Shakti” (Christoph Avenarius)

GER-OO Mitglieder

Award

Yacht Forum